Öffentliche Hegemoniekämpfe: Protest Policing und Social Media

21.05.2021
17:00

Soziale Medien finden seit Jahren mehr und mehr Einzug in das alltägliche Leben aller Menschen. Auf Twitter, Instagram und Co. können besonders gut und schnell Informationen, Meinungen und Bilder ausgetauscht werden. Ein Klick und ein Post erreicht Millionen von Menschen. Allerdings eignen sich diese Plattformen auch hervorragend für Werbung und zum Aufbessern der eigenen Reputation. Betrachtet man die öffentlichen Accounts von Firmen und Institutionen ist es häufig schwer ersichtlich welche Ziele mit einer Social Media Kampagne verfolgt werden. Soll objektiv informiert werden? Soll eine Dienstleistung oder ein Produkt beworben werden? Soll das eigene Image verbessert werden? Soll eine Meinung geformt werden? Besondere Tragweite hat das Klären dieser Fragen bei staatlichen Institutionen wie z.B. der Polizei. Als Teil der exekutiven Staatsgewalt stellt sich die Frage, was genau die Polizei auf Twitter und Co. macht. Ist die Polizei als häufig involvierte Konfliktpartei in der Lage objektiv zu berichten? Und falls nicht, welche Ziele verfolgt sie dann auf Twitter?

Im Vortrag von Dr. Dr. Peter Ullrich: „Öffentliche Hegemoniekämpfe: Protest Policing und Social Media“ soll diesen Fragen nachgegangen werden. Dr. Dr. Peter Ullrich ist Soziologe, Kulturwissenschaftler und Senior Researcher des Bereichs „Soziale Bewegungen, Technik, Konflikte“ in Berlin. Weiterhin war er Projektleiter für das Projekt „Mapping #NoG20“, welches sich mit der Dokumentation und der Analyse der Auseinandersetzungen zum G20 Gipfel 2017 in Hamburg beschäftigte.

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